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im Gedenken an den Genozid in Srebrenica

vom 11.07.2022

Am 11.07. jährte sich der schreckliche Genozid von Srebrenica zum 27. Mal. Besonders in den Tagen zwischen dem 11. und 19. Juli 1995 ermordeten bosnisch-serbische Truppen über 8.000 bosniakische Jungen und Männer. Die internationale Mission der Vereinten Nationen hat dabei versagt, diesen Völkermord zu verhindern. Es war das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
In dem brutalen Krieg wurden nach Zahlen des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) mindestens 105.000 Menschen getötet und 2,2 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.
Viel zu oft wird dieses furchtbare Verbrechen bei uns, aber auch auf dem Balkan, noch runtergespielt oder gar geleugnet. Das ist völlig inakzeptabel. Es öffnet die Wunden der Hinterbliebenen und verschärft die Konflikte in Bosnien und Herzegowina wie auch in der gesamten Region.

Ganz klar befürworte ich daher das Gesetz, das die Leugnung des Völkermords von Srebrenica, von Kriegsverbrechen sowie eine Verherrlichung verurteilter Kriegsverbrecher unter Strafe stellt.

Heute gedenken wir derer, die in Srebrenica brutal ermordet wurden. Wir werden sie nicht vergessen. Zugleich erwächst daraus und aus den Fehlern der Vergangenheit die Verantwortung, sich auch heute für Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit auf dem Balkan zu engagieren. Gerade weil Spannungen und Konflikte massiv zunehmen. Nur wer bereit ist, sich der Vergangenheit zu stellen, kann einen echten Weg der Verständigung für die Zukunft bauen.

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