Agnieszka Brugger agnieszka-brugger.de

Im Wahlkreis

Podiumsdiskussion "Wie geht Frieden?" in Weingarten

Friedenspolitischen Tagung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Pädagogische Hochschule und Engagement Global am 6. Mai 2022

Diese Leitfrage der friedenspolitischen Tagung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Weingarten und Engagement Global ist natürlich nicht nur wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hochaktuell. Vergangenen Freitag habe ich in Weingarten mit Heike Engelhardt MdB und Norbert Lins MdEP und vielen Teilnehmer*innen des Workshops diskutiert, wie Friedenspolitik aussieht. Im Raum gab es viele verschiedene Meinungen mit Blick auf die Schlussfolgerungen, die sich aus den Überfall Russlands auf die Ukraine ergeben. Die in Teilen sehr emotionale Diskussion blieb sehr fair.
Ich finde es wichtig, dass wir in diesen Fragen in der Gesellschaft und Politik gemeinsam ringen und nachdenken, hadern und diskutieren. Halte es auch gerade in schwierigen Zeiten nicht für eine Schwäche, sondern für eine Stärke.

Zugleich gibt es nicht die EINE Antwort auf diese große Ausgangsfrage. Für mich gibt es keinen echten Frieden ohne Menschenrechte, Mitbestimmung, nachhaltige Entwicklung, Gerechtigkeit und Feminismus.

So brauchen wir für eine aktive Friedenspolitik mehr Anstrengungen bei zivile Krisenprävention und diplomatischer Konfliktbearbeitung, Entwicklungszusammenarbeit, die Bekämpfung der Klimakrise, die Wahrung der Menschenrechte und der Schutz von Demokratie und die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit.

Außenministerin Annalena Baerbock füllt den Begriff einer feministischen Außenpolitik mit Leben. Sie zeigt schon seit Wochen, wie wichtig eine feministischer Blickwinkel auch mit Blick auf das aggressive Vorgehen Russlands ist und dass dies nichts mit Naivität zu tun hat. Sie gibt den Perspektiven der Frauen und Kinder eine Stimme und damit jenseits von technischen Berichten dem Leid ein Gesicht. Damit macht sie nicht nur den Kriegsalltag und all das Leid der Menschen sichtbar, sondern setzt der Erzählung von geopolitischen Einflusszonen mächtiger Staaten ohne Skrupel eine andere Geschichte entgegen: Die von menschlicher Sicherheit und Menschenrechten.

Vielen Dank für die Einladung und den so wichtigen Austausch.

Bild: Engagement Global

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