Statusmeldungen

Im Welt Interview zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC)

Jedes Jahr führt uns die Münchener Sicherheitskonferenz in einem Brennglas die Herausforderungen der internationalen Politik vor Augen. Die alte Weltordnung zerbricht immer mehr, die Bedrohung von Freiheit, Demokratie und Sicherheit wird immer offensichtlicher.

Vertrauen war das Wort, das ich gefühlt am häufigsten gehört habe. Oder präziser: Fehlendes Vertrauen. Dabei ist Vertrauen die wichtigste und zugleich sensibelste Währung internationaler Politik. Die über Jahrzehnte gewachsene Freundschaft zwischen den USA und Deutschland, die nach dem Zweiten Weltkrieg unsere Sicherheit garantiert und viele Konflikte überdauert hat, ist zutiefst erschüttert.

Da hilft auch kein Schönreden oder unterwürfiges Aufspringen nach der Rede von US-Außenminister Rubio, wie wir es von Außenminister Wadephul und Verteidigungsminister Pistorius gesehen haben. Die Verpackung war vielleicht schöner, aber in der Sache ist es die Politik von Trump und Vance, die wenig mit unseren europäischen Interessen und Werten zu tun hat. Es zählt, was passiert ist und was geschehen wird.
Als Europäer*innen haben wir den Streit um Zölle oder Grönland nicht vergessen.

Deshalb kommt es jetzt auf entschlossene Taten auf europäischer Seite an. Präsident Selenskyj bittet zum fünften Mal Europa um schnelle, kontinuierliche Unterstützung, um mehr Waffenlieferungen, um effektive Hilfe im Kampf gegen einen brutalen Aggressor. Und doch tun wir noch nicht genug.

Wenn Europa die eigene Verantwortung in Taten für die eigene Sicherheit, für die Demokratie und für die Menschen in der Ukraine nicht annimmt, dann wird es niemand für uns tun.

Über meine Eindrücke und meine Bilanz habe ich im Interview mit der @Welt auf der Münchner Sicherheitskonferenz gesprochen:
https://www.welt.de/videos/politik_original/ausland/video69917f764f433d4463b12f17/muenchner-sicherheitskonferenz-ukraine-krieg-warum-europa-nach-der-merz-rede-eigene-wege-gehen-muss.html