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Drittes Dürrejahr in Folge: Viel zu wenig Wasser in tieferen Schichten – auch in weiten Teilen Oberschwabens und des Allgäus

„Die Folgen der Klimakrise sind auch für die Menschen bei uns vor Ort direkt und deutlich spürbar“, erklärt Agnieszka Brugger, Bundestagsabgeordnete der Grünen für die Region Oberschwaben-Allgäu. „Wir befinden uns bereits im dritten Dürrejahr in Folge, das betrifft auch die Böden bei uns.“ Das belegt die Antwort der Bundesregierung vom Juli auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen. Die Fraktion hatte für ganz Deutschland Daten zu Trockenheit und Dürre in den Böden und ihre Folgen abgefragt. Der „Dürremonitor“ zeigt für Teile Baden-Württembergs und des Wahlkreises eine so dunkelrote Einfärbung wie für die trockensten Regionen Deutschlands.

Nachdem schon die vergangenen beiden Jahre in Oberschwaben und im Allgäu viel zu trocken waren, konnten sich Böden und vor allem Bäume auch im Frühjahr 2020 nicht erholen. „Der Boden ist insbesondere in tiefen Schichten weiterhin viel zu trocken und die Grundwasserstände sinken weiter dramatisch ab“, fasst Agnieszka Brugger die Ergebnisse zusammen. Welche gravierenden Schäden die Trockenheit anrichtet, zeigt sich beim Blick in eine Tiefe von 1,60 Metern. Hier bilden sich während guten Regenjahren Bodenwasservorräte, die den Pflanzen langfristig zur Verfügung stehen. Auch die teilweise heftigen Regenfälle Ende April und Anfang Mai konnten nicht dazu beitragen, die Situation im Gesamtboden spürbar zu verbessern. Es braucht also mehr als nur ein paar vereinzelte Regentage, um die stressgeplagten Wasservorräte im Boden wieder aufzufüllen.

„Die Klimakrise wird erhebliche Auswirkungen auf unser Leben, unsere Umwelt und unser Wirtschaften haben, die Dürre der letzten Jahre sind dabei nur erste Vorboten“, warnt die Bundestagsabgeordnete der Grünen. „Wir brauchen eine konkrete Maßnahmen, um unsere Umwelt widerstandsfähiger gegen die massiven Folgen der Klimakrise zu machen“, sagt Agnieszka Brugger.

Damit regionale Wasserkreisläufe wieder mehr Wasser führen, müsse Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden. „Dazu zählt, dass  funktionsfähige Auen wiederhergestellt, die Moore renaturiert oder die Entwicklung naturnaher Laubmischwälder unterstützt wird“, erklärt die Ravensburger Bundestagsabgeordnete weiter. „Mit einer echten Agrarwende sollten die Landwirte unterstützt werden, die mit dem Aufbau gesunder humusreicher Böden und nachhaltiger Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag gegen die Dürre leisten.

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