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Zu Putins vermeintlichen “Verhandlungsangebot” an die Ukraine

Zu Putins vermeintlichen “Verhandlungsangebot” an die Ukraine habe ich mit der Welt gesprochen:
Man sollte nicht auf Worte schauen, sondern es sind die Taten, die zählen. Die grausamen Angriffe der letzten Wochen entlarven Putins Angebot als eher rein rhetorisches Manöver, das mit der Realität wenig zu tun hat. Es ist das gleiche falsche Spiel, wie es in allen bisherigen Verhandlungstracks zu beobachten war. 

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Putin hat immer wieder den wichtigsten und ersten  Schritt verweigert, um eine echte Grundlage für Gespräche zu schaffen: einen glaubwürdigen Waffenstillstand. Auch das letzte Angebot der Ukraine wurde vor wenigen Tagen nur mit brutaler Gewalt beantwortet. Zeitgleich müssen sich die Ukraine und die europäischen Staaten darüber einig werden, was ihre eigene gemeinsame Strategie für die weitere Zeit ist. Dabei muss gelten, was alle immer wieder beteuern, dass hier nichts gegen den Willen der Ukraine von anderer Seite verfolgt wird.

Man braucht nicht auf die Worte des ständigen Lügners Putin zu schauen, um deutliche Risse und eklatante Schwächen im Kremlregime zu erkennen. Die Propaganda kann nicht mehr übertünchen, dass extremst hohe Verluste, ausbleibende militärische Erfolge, große wirtschaftliche Probleme,steigende Unzufriedenheit in der Bevölkerung und anhaltende ukrainische Angriffe Putin unter Druck bringen. Auch wenn die steigenden fossilen Einnahmen angesichts der Lage in der Straße von Hormuz manche Härten abfedern, an den Ursachen der Probleme und ihren langfristigen Folgen ändern sie nichts. Es wäre aber ein Trugschluss, zu glauben, dass Russland dadurch ungefährlicher oder verhandlungsbereiter wäre oder auf jeden Fall bald zu Fall käme.