Südsudan: Ohne humanitäre Hilfe kann es keine Sicherheit geben
Stellen Sie sich einmal die drei wichtigsten Menschen in ihrem Leben vor. Und jetzt versuchen Sie sich vorzustellen, wie es wäre, wenn zwei davon nicht wüssten, ob sie morgen noch genug zu essen haben. So geht es gerade den Menschen im Südsudan.
Die Menschen dort sind nach einem jahrelangen Bürgerkrieg, einem blutigen Krieg im Nachbarland, klimabedingten Überschwemmungen, Hunger und Vertreibung dringend auf Hilfe angewiesen. Gleichzeitig droht ein politischer Machtkampf zweier Kriegsverbrecher das Land wieder in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Die UN-Friedensmission UNMISS soll dazu beitragen, eine weitere Eskalation zu verhindern oder zumindest eindämmen.
Es ist richtig, dass die Bundesregierung dieses Mandat der Bundeswehr verlängert. Gleichzeitig kürzt sie aber die humanitäre Hilfe für den Südsudan. Wer Frieden sichern will, darf die Menschen in ihrer größten Not nicht alleinlassen. Die Kürzungen sind deshalb nicht nur ein fatales Signal, sondern auch ein sicherheitspolitischer Fehler.
Meine Rede zum Bundeswehrmandat UNMISS.